| DOW (DEC) 8281.22 | Nasdaq (DEC) 1529.33 | S&P 500 (DEC) 850.12 |
| "Die oben genannten Werte sind derzeit nicht aktuell." |
Lexikon - B
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Baby Bonds
Schuldverschreibungen werden Baby Bonds genannt, wenn ihre Stückelung sehr klein ist.
Backwardation
Bei "Backwardation", hauptsächlich an Londoner Metallmärkten, liegt der Kassapreis höher als der Preis für Terminware; der umgekehrte Fall wird "contango" genannt.
Baisse
Die Baisse bezeichnet eine anhaltende Abwärtsbewegung ("Abwärtstrend" oder "Talfahrt") der Kurse. Sie ist als Gesamttendenz zu verstehen. siehe auch: Bear Market Das Gegenteil hierzu ist die "Hausse", der "Aufwärtstrend" an der Börse (Bull Market).
Baisse-Spread
Bei einem Baisse-Spread werden zum selben Zeitpunkt Call- oder Putoptionen verkauft oder gekauft. Durch diese Strategie werden Gewinne bei einem Nachgeben des Basiswertes erzielt.
Bankenaufsicht
Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BAKred), Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BaWe)
Bankgeheimnis
Die durch Bankvertrag (Nr. 2 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen) übernommene Verpflichtung der Bank zur Verschwiegenheit über alle kundenbezogenen Tatsachen und Wertungen. Das Bankgeheimnis wird durch gesetzliche Vorschriften, die eine Auskunftspflicht begründen und durch den Kunden selbst, der die Bank zur Auskunft berechtigt, begrenzt. Insbesondere besteht eine unbeschränkte Auskunftspflicht in Strafverfahren und Steuerstrafverfahren. Im Todesfall bestehen bestimmte Meldepflichten gegenüber dem Nachlassfinanzamt.
Bankgeschäfte
Im Kreditwesengesetz sind Bankgeschäfte genau definiert und festgelegt. Hierzu zählen z.B. Investment-, Depot-, Einlagen-, Kredit-, Diskont-, Effekten- und Girogeschäfte.
Bardividende
Verteilung der Dividende in bar, nachdem die körperschaftssteuerliche Ausschüttungsbelastung abgezogen ist.
Barreserve
Um flexibel auf Anlagechancen zu reagieren, kann das Fondsmanagement einen Teil des Fondsvermögens aus Bankguthaben bzw. Geldmarktpapieren bestehen lassen. Die Höhe der Liquidität wird durch die Vertragsbedingungen begrenzt und vom Ausschüttungstermin, den Anteilrückgaben und der Börsensituation beeinflusst. Laut KAGG darf ein Fonds, außer kurz nach der Auflegung, jedoch höchstens 49 Prozent Liquidität halten.
Barwert
Augenblicklicher Wert eines in der Zukunft liegenden Geldbetrages. Dieser wird durch Abzinsung mit einem bekannten Zinssatz errechnet. Häufige Verwendung in der Investitionsrechnung.
Basisobjekt
Als Basisobjekt werden beispielsweise Kassainstrumente oder auch Terminkontrakte auf Währungen, Indizes, Zinsen etc. bezeichnet. Das Basisobjekt ist ein Marktinstrument, welches das einem Geschäft zugrundeliegende Wertobjekt bezeichnet.
Basispreis
Der Basiswert wird auch strike genannt. Es handelt sich um einen vorher bestimmten Preis, zu dem der Basiswert gekauft (Call) oder verkauft (Put) werden kann, wenn der Put/Call ausgeübt wird.
Basispunkt
Allgemeine Bezeichnung für ein Hundertstel eines Prozents (1 BP = 0,01 %). Findet Verwendung bei der Bezeichnung von Unterschieden in Renditen, Preisen, Kursen und dergleichen.
Basiswert
Der Basiswert ist das Finanzinstrument, das einer Option, einem Optionsschein oder einem Zertifikat zugrunde liegt. Beispielhaft zu nennen wären hier Aktien, Indizes, Festverzinsliche Wertpapiere, etc.
Basket
Zusammenstellung von Werten einer bestimmten Art, z.B. Aktien, als Bezugswert (oft nach Branchen geordnet, z. B. Maschinenbau, Automobil, Elektro).
Bear
Bear steht im Gegensatz zum Bull. Hier wird auf fallende Preise spekuliert.
Bearish
Markterwartung eines Anlegers, der mit einem bear-market, also mit tendenziell fallenden Kursen rechnet
Beige Book
Im Beige Book berichten die zwölf regionalen Zentralbanken der USA über die Wirtschaftsaktivitäten in ihrer Region. Das 50 Seiten starke Werk setzt sich aus den einzelnen Berichten über die Regionen und einer Zusammenfassung, die ein Bild von der konjunkturellen Lage der Volkswirtschaft geben soll zusammen. Es erscheint acht Mal pro Jahr, und zwar jeweils zwei Wochen vor der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses der Bundeszentralmarktbank (FOMC).
Belegschaftsaktien
Hierbei handelt es sich um Aktien, die Angehörigen einer Gesellschaft, z.B. Mitarbeitern, zu einem relativ günstigen Preis ausgegeben werden. Damit soll ihre Identifikation und letztlich ihre Motivation mit dem Unternehmen gesteigert werden. Meist unterliegt der Verkauf dieser Aktien einer Sperrfrist (i.d.R. bis zu 5 Jahren), innerhalb derer sie nicht verkauft werden dürfen.
Beleihungswert
Wert, der von einem Kreditgeber einem Vermögensgegenstand wie z.B. einem Grundstück oder einem Wertpapier zugeordnet wird und der die Höhe der möglichen Beleihung z.B. für eine Grundschuld oder eine Hypothek bestimmt. Der Beleihungswert soll in der Regel den am Markt nachhaltig erzielbaren Erlös des Beleihungsobjektes nicht überschreiten.
Benchmark
Hiermit wird eine Vergleichsgröße, die einem Fonds oder Portfolio als Orientierungsgröße gegenübergestellt wird, bezeichnet
Berichtigungsaktien
Dies sind Aktien aus einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln. Sie werden an den Altaktionär ohne Zuzahlung in einem bestimmten Verhältnis zu den alten Aktien ausgegeben. Der Kurs der Aktien verringert sich entsprechend der vorgenommenen Kapitalerhöhung. Somit bleibt der Depotwert eines Anlegers betragsmäßig unverändert. Der häufig verwendete Begriff Gratisaktien ist hier daher irreführend.
Bestens
Bestens meint den Auftrag zum Verkauf von Wertpapieren zum höchstmöglichen erreichbaren Kurs, der ohne Limit erteilt wird.
bezahlt Brief (bB)
Abkürzung für bezahlt Brief. Kurszusatz, der besagt, dass zum festgestellten Kurs nicht alle Verkaufsaufträge ausgeführt wurden und noch Angebot bestand.
Bezugsrecht
Recht der Aktionäre, bei einer Kapitalerhöhung entsprechend ihrem Anteil am bisherigen Grundkapital junge Aktien zu beziehen.
Bezugsverhältnis
Das Bezugsverhältnis gibt an, wie viele Stück eines Basiswertes durch einen Optionsschein gekauft (Call) oder verkauft (Put) werden können. Man erkennt am Bezugsverhältnis, wie viele Optionsscheine benötigt werden, um das Recht auf den Kauf/Verkauf einer Einheit des Basiswertes zu erlangen.
bG
Der Kurszusatz bG drückt "bezahlt Geld" aus und meint, dass zum festgestellten Kurs nicht alle Kaufaufträge ausgeführt wurden und weiterhin noch Nachfrage bestand.
Bid
Bid gibt den Kurs an, zu dem für ein Wertpapier, eine Option oder ein Future Kaufaufträge vorliegen.
Bilanz
Gegenüberstellung von Aktiva und Passiva, also Soll und Haben zum Ende des Geschäftsjahres, woraus der Vermögensstand hervorgeht. Die Gliederung der Bilanz in bestimmte Posten ist bei Aktiengesellschaften gesetzlich vorgeschrieben. Die Bilanz gibt eine vollständige Vermögensaufstellung -eine Zusammenstellung der Werte eines Unternehmens- wieder. An der Bilanz misst man die Leistungskraft einer Gesellschaft. Die Bilanz ist in zwei Teile unterteilt: Die Aktivseite (Aktiva) und die Passivseite (Passiva). Im Gegensatz zu der Gewinn und Verlustrechnung, ist die Bilanz eine Bestandsmasse. D. h., dass alle aufgezeigten Vermögensgegenstände oder Schulden mit einem Stichtag bzw. mit einem Zeitpunkt verbunden sind. Als Beispiel: Bilanz zum 31.12.2005. Dementsprechend ist die Bilanz eine Bestandsrechnung.
Billigst
Der Anleger ist bereit, jeden sich am Markt herausbildenden Kurs zu akzeptieren. Er erteilt den Kaufauftrag also ohne Limit. An den deutschen Börsen haben diese Aufträge Vorrang vor den limitierten Aufträgen.
Blue Chip
Amerikanischer Ausdruck für eine umsatzstarke Aktie eines besonders Substanz- und ertragsstarken Unternehmens (Standardwerte). In der Regel zeichnet sich ein Blue Chip durch ein hohes Rating aus.
Bobl
Abkürzung für Bundesobligation
Bobl-Future
Der Bobl-Future ist ein Future auf eine fiktive mittelfristige Schuldverschreibung des Bundes, die auf eine Nominalverzinsung von sechs Prozent und auf eine Restlaufzeit von fünf Jahren standardisiert ist. Der Inhaber eines Bobl-Future-Kontraktes hat das Recht, eine diesem Kontrakt zugeordnete Bundesanleihe mit einer Restlaufzeit von 4 1/2 bis 5 1/2 Jahren im Wert von nominal 100.000 Euro zu kaufen oder zu verkaufen. Pro Jahr werden vier Laufzeiten gehandelt, die jeweils im März, Juni, September und Dezember enden.
Bogen
Das bei Aktien aus Gewinnanteilsscheinen (Coupons), bei Anleihen aus Zinsscheinen und dem jeweiligen Erneuerungsschein (Talon) bestehende Wertpapier zur Geltendmachung der entsprechenden Rechte.
Bonds
Festverzinsliche Wertpapiere (Rentenpapier)
Bonifikation
Die an die Banken von den Unternehmen u. ä. zu zahlende Vermittlerprovision für die Unterbringung neu ausgegebener Wertpapiere.
Bonität
Die Bonität beschreibt die Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit eines Schuldners (Emittenten). Sie ist ausschlaggebend für die Sicherheit einer Anleihe. Die Schuldnerbonität ist darum ein sehr entscheidendes Kriterium für die Anlageentscheidung. Internationale Ratingagenturen wie Standard & Poor's (Abk.: S&P) überprüfen regelmäßig die Bonität von Schuldnern, die sich aufgrund von Entwicklungen im gesamtwirtschaftlichen/unternehmensspezifischen Umfeld ändert. Die Abstufungsmöglichkeiten reichen von AAA (sehr gute Bonität) bis D (sehr schlechte Bonität) bei Standard & Poor's.
Bonus
Ein Bonus ist die zusätzliche Ausschüttung der Aktiengesellschaft an die Aktionäre zu der regulären Dividende. Die Gründe für den Bonus können beispielsweise ein Firmenjubiläum oder ein extrem gutes Geschäftsjahr des Unternehmens sein.
Bonus-Zertifikate
Bonus-Zertifikate ermöglichen dem Anleger ein zusätzliches Renditepotenzial, selbst wenn sich die Aktienmärkte kaum bewegen. Solange die Märkte während der Laufzeit niemals auf ein bestimmtes Niveau fallen, erhält der Anleger am Laufzeitende immer den anfänglichen Zertifikatspreis zzgl. eines Bonusbetrages. Im Gegensatz zu einem Discountzertifikat existiert kein Höchstbetrag (Cap), so dass bei steigenden Kursen voll an den Kursgewinnen partizipiert werden kann.
Bookbuilding
Eine relativ neue Form der Platzierung von Wertpapieren. Hierbei wirken Investoren an der Findung des Emissionspreises direkt mit. Die wahrscheinlichen Zeichnungsmengen und Preisvorstellungen erfasst der Führer des Anleihekonsortiums. Diese Daten stellen eine Grundlage für Preis und Zuteilung des zu emittierenden Wertpapieres dar. Durch das Bookbuilding sollen sowohl Anleger als auch Emittenten profitieren.
Brady Bonds
Anleihen, die zur Rekonstruierung von Bankkrediten durch öffentliche Schuldner begeben werden. Das Konzept beruht auf der "Brady Initiative" 1989 zur Verbriefung von Problemschulden von Entwicklungsländern. Die wertpapiermäßige Unterlegung wurde vollzogen, indem notleidende Kredite mit einem Abschlag, der sich nach der Höhe des Kreditrisikos und der Kreditlaufdauer richtet, in Anleihen umgewandelt wurden.
Branchen-Fonds
Investmentfonds, deren Vermögen hauptsächlich oder ausschließlich in Aktien einer bestimmten Branche (Industriezweig oder Wirtschaftsektor) anlegen, z.B. Telekommunikation oder Rohstoffe.
Break-Even
Der Break-Even ist der Kurs des Basiswerts, der erreicht werden muss, damit der Investor unter Berücksichtigung der zu zahlenden Optionsprämie bei Ausübung des Optionsrechts keinen Verlust erleidet. Unter Vernachlässigung der Transaktionskosten erzielt der Investor bei einem Call-Optionsschein dann einen Gewinn, wenn der Kurs des Basiswerts bei Ausübung des Optionsrechts über dem Break-Even notiert. Im Falle eines Put-Optionsscheins muss der Kurs des Basiwerts unter den Break-Even fallen, damit für den Erwerber aus der Transaktion ein Gewinn resultiert.
Break-Even-Kurs
Ab diesem Kurs des Basiswertes bei Optionen oder Optionsscheinen ist unter Berücksichtigung der gezahlten Optionsprämie eine verlustfreie Ausübung des Optionsrechtes möglich.
Brief
Kurszusatz, auch "B", der anzeigen soll, dass für ein bestimmtes Wertpapier nur Verkaufsangebote, allerdings keine Kaufangebote vorlagen, und somit zum angegebenen Kurs keine Umsätze zu Stande kamen. Sollten zwar Umsätze zu Stande gekommen sein, allerdings mehr Verkaufs- als Kaufangebote vorliegen, wird der Kurszusatz "bezahlt Brief" oder "bB" verwendet.
Briefkurs
Der Briefkurs gibt an, zu welchem Preis der Emittent bereit ist, Optionsscheine zu verkaufen bzw. welchen Preis der Erwerber für die Optionsscheine bezahlen muss. Da der Emittent zu einem bestimmten Zeitpunkt die von ihm begebenen Optionsscheine stets zu einem höheren Kurs verkauft als erwirbt, liegt der Briefkurs immer über dem Geldkurs.
Broker
Bezeichnung für den Makler an der anglo-amerikanischen Börse, der im Gegensatz zu Börsenmaklern auch Privatkunden haben darf, allerdings nur Effektengeschäfte tätigen darf. Er schließt nicht auf eigene Rechnung, sondern im Auftrag anderer gegen Provision Wertpapiergeschäfte ab. Daneben steht der Broker seinen Kunden mit einer breiten Palette ergänzender Dienstleistungen wie z.B. Marktberichten, Unternehmens- und Branchenanalysen, Kaufs- und Verkaufsempfehlungen u.ä. zur Verfügung.
Bruttodividende
Dividende, von der Hauptversammlung festgesetzt, ohne Abzug der Körperschaftsteuer.
Bruttosozialprodukt
Geldwert aller innerhalb eines Jahres im Inland erzeugten Güter und in Anspruch genommenen Dienstleistungen. Zu unterscheiden vom Bruttoinlandsprodukt, welches sich aus dem BSP zzgl. dem Inlandseinkommen der Ausländer abzgl. dem Auslandseinkommen der Inländer errechnet. Das Nettosozialprodukt -oder auch Volkseinkommen- errechnet sich aus dem BSP abzgl. der enthaltenen Abschreibungen und indirekten Steuern zzgl. den staatlichen Zuschüssen.
Bull
Die an den Börsen übliche Bezeichnung für einen mit steigenden Kursen rechnenden, optimistisch gestimmten Anleger. Der entsprechende Markt wird "bull market" genannt. Sinnbild Bulle: Er stößt mit seinen Hörnern immer von unten nach oben.
Bull Market
Als Bull Market (Hausse) wird der Wertpapiermarkt genannt, wenn die Tendenz eindeutig auf steigende Kurse hindeutet. Der Gegensatz hierzu ist der Bear Market (Baisse) mit fallenden Preisen.
Bull-Spread
Kombination aus dem Kauf einer Kaufoption mit niedrigerem und dem Verkauf einer Kaufoption mit höherem Basispreis.
Bullen
Die Optimisten an der Börse werden sinnbildlich "Bullen" genannt und sind der festen Überzeugung, dass die Kurse ansteigen werden. Der Bulle ist als Symbol gewählt, da er mit den Hörnern immer von unten nach oben stößt. Als Gegenteil hierzu sieht man den "Bären", welcher mit der Tatze von oben nach unten schlägt, für fallende Kurse. Bekannt ist vor allem die Skulptur aus einem Bullen und einem Bären vor der Frankfurter Börse.
Bullish
Markterwartung eines Anlegers, der mit einem bull-market, also mit tendenziell steigenden Kursen rechnet.
Bund-Future
Kontrakt (Futures) über eine idealtypische Bundesanleihe mit einer Nominalverzinsung von 6 % und einer Restlaufzeit von 8,5 bis 10,5 Jahren. Der Nominalwert eines Kontraktes beträgt Euro 100.000,-. Die Laufzeiten richten sich nach den zur gleichen Zeit verfügbaren Bund-Future-Liefermonaten. Dies sind immer die drei nächstliegenden Monate des Zyklus März, Juni, September und Dezember.
Bundesanleihe
Börsengehandelte Schuldverschreibungen des Bundes mit einer Laufzeit von 10-30 Jahren. Sowohl Bundesanleihen als auch Bundesobligationen sind mit einem festen Nominalzins ausgestattet, die Ausgabepreise sind variabel. Bundesanleihen sind per Gesetz ohne Prospekt zum amtlichen Handel zugelassen.
Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BAKred)
Investmentgesellschaften (Kapitalanlagegesellschaften) als Spezial-Kreditinstitute unterliegen der Aufsicht des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen in Berlin. Das BAKred erteilt nicht nur die Erlaubnis zur Aufnahme des Geschäftsbetriebes, sondern überwacht auch die Einhaltung der Vorschriften des Gesetzes über das Kreditwesen und des Gesetzes über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG).
Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe)
Ehemalige Bundesoberbehörde, die in der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aufgegangen ist.
Bundesobligationen
Bundesobligationen sind Schuldverschreibungen des Bundes mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Sie werden als Wertrechtsanleihen im Rahmen einer Daueremission herausgegeben. Ihr Verkauf erfolgt über Kreditinstitute. Vor Börseneinführung können sie nur von natürlichen Personen sowie gemeinnützigen, mildtätigen und kirchlichen Einrichtungen erworben werden. Nach Börseneinführung ist ein allgemeiner Erwerb möglich.
Bundesschatzbrief
Emission des Bundes, festverzinslich. Die Zinsen werden jährlich (Typ A, 6 Jahre Laufzeit) gezahlt oder mit Zinseszinsen bei der Rückzahlung dem Nennwert zugeschlagen (Typ B, 7 Jahre Laufzeit). Sie werden nicht in den Börsenhandel eingeführt.
BVI-Methode
Die BVI-Methode ist ein Verfahren zur Berechnung der Wertentwicklung eines Investmentfonds während eines Betrachtungszeitraumes. Es wird angenommen, dass das eingesetzte Kapital hundertprozentig zur Anlage kommt und somit bestimmte Einflussfaktoren wie z.B. Ausgabeaufschlag, Rücknahmespesen, Depotgebühren oder Kontoführungsgebühren nicht berücksichtigt werden. Die BVI-Methode berechnet die Performance eines Fonds in drei Schritten: 1. Zuerst wird die Zahl der Anteile berechnet, die ein Anleger am Ende des Betrachtungszeitraums besitzen könnte, wenn er zu Beginn der Periode einen einzigen Anteil hält und für Ausschüttungen beziehungsweise vom Fonds abgeführte Kapitalertragsteuer weitere Anteile kauft. Um die Anzahl der Anteile zu berechnen, die der Fondsanleger kaufen kann, werden die Ausschüttungen/Steuerzahlungen dividiert durch den Anteilwert am jeweilig Geschäftstag. 2. Die Summe aus dem ursprünglichen Anteil und den neuen Anteilen wird mit dem aktuellen Anteilwert am Ende des Betrachtungszeitraums multipliziert. 3. Im dritten Schritt wird die prozentuale Änderung des Anteilwerts berechnet: (Neuer Anteilwert - Alter Anteilwert) / Alter Anteilwert x 100
Bären
Börsianer mit pessimistischer Einstellung werden als Bären bezeichnet und rechnen mit einem Abfall der Kurse, einer Baisse. Symbolisch steht hierfür ein Bär, da er mit der Pranke von oben nach unten schlägt. Für ansteigende Kurse (Hausse) steht der Bulle, da er mit dem Kopf von unten nach oben stößt. Bekannt ist auch die Skulptur aus einem Bullen und einem Bären vor der Frankfurter Börse.
Bärenfalle
Engl. bear trap; Eine Falle, in die der mit fallenden Kursen rechnende Anleger aufgrund seiner technischen (Chart-)Analyse bzw. der dabei ermittelten Verkaufssignale hineintappt, insofern diese sich nachträglich als Fehleinschätzung erweisen.
Börse
Markt, an dem bestimmte austauschbare Güter (Waren, Wertpapiere, Edelmetalle, Devisen usw.) gehandelt werden. Die wichtigste Börse ist die New York Stock Exchange an der Wall Street. Danach folgen London und Tokio. In Deutschland gibt es acht Börsenplätze. Führend ist Frankfurt, dann Düsseldorf. Zudem gibt es noch die weniger wichtigen Regionalbörsenplätze Berlin, Bremen, Hamburg, Hannover, Stuttgart und München.
Börsenarten
Je nach dem Handelsobjekt unterscheidet man für Wertpapiere nach Effektenbörsen, für Währungen nach Devisenbörsen, für Terminkontrakte nach Terminbörsen und für fungible Waren nach Produktenbörsen. Spezialbörsen gibt es u.a. für Metalle, Zucker, Baumwolle oder für Dienstleistungen wie Frachten, Schiffer- oder Versicherungsleistungen.
Börsenaufsicht
Die Überwachung der Börsensitzung durch den Vorstand der Börse bzw. durch die staatlich bestellten, im Auftrag der obersten Aufsichtsbehörde (Landesregierung) tätig werdenden Aufsichtspersonen (Börsenkommissar). Bei gravierenden Verstößen oder aus besonderem Anlass kann die Landesregierung die Börse schließen, bei zu erwartenden schwerwiegenden Gefahren für die Gesamtwirtschaft kann eine solche Weisung auch die Bundesregierung erteilen.
Börsenauftrag
Auftrag für Kauf bzw. Verkauf von Wertpapieren, der in Deutschland per Bank an die Börse gegeben wird und u.a. Angaben wie Nennwert, Wertpapierbezeichnung, Auftragsgeltungsdauer sowie Angaben über Kurslimits enthält.
Börsencrash
Dramatischer Verfall der Börsenkurse innerhalb kurzer Zeit als Vorbote oder Ausdruck einer sich abzeichnenden Angst um eine weltweite Wirtschaftskrise, meistens in Zusammenhang mit entsprechenden Entwicklungen am Anleihemarkt (Zinsanstieg). Der erste Börsencrash dieser Art fand 1929 an der New Yorker Börse statt; er riss alle übrigen Finanzplätze mit sich und läutete die Depression der dreißiger Jahre ein. Im Jahr 1962 und am 19. Oktober 1987 kam es ebenfalls zu einem dramatischen Kurseinbruch an der New Yorker Börse, in der Folge auch an den übrigen Börsen, der einen Rückgang der Kurse in einzelnen Werten von bis zu 30% an einem einzigen Tag bewirkte. Im Gegensatz zum Börsencrash 1929 erholten sich die Kurse in den beiden anderen Fällen aber relativ schnell, so dass einige Märkte kaum ein halbes Jahr nach dem Ereignis die erlittenen Verluste sogar wieder wettmachen konnten. Ähnliches gilt für den Mini-Crash vom 16. Oktober 1989.
Börsenkurs
Der Kurs bzw. Preis für ein an der Börse gehandeltes Wertpapier wird Börsenkurs genannt.
Börsennotierung
Auch Kursfeststellung, Feststellung der Kurse für alle an der Börse zugelassenen Wertpapiere. Bei amtlich notierten Wertpapieren erfolgt diese Feststellung durch Kursmakler. Den Ablauf regelt die Börsenordnung. Das Geschäft wird zu dem Kurs abgeschlossen, bei dem die meisten Aufträge (Käufe und Verkäufe) ausgeführt werden können (Meistausführungsprinzip). Der Kurs für Wertpapiere kann börsentäglich einmal (Einheitskurs) oder mehrmals täglich fortlaufend notiert werden (Variable Notierung).
Börsenplatz
Der Börsenplatz ist der Ort, an dem sich eine Börse befindet bzw. an dem Wertpapiere gehandelt werden.
Börsenprospekt
Bevor ein Wertpapier zum Handel an einer Börse zugelassen wird, muss das entsprechende Unternehmen bzw. das dafür tätige Kreditinstitut die Öffentlichkeit in bestimmten regionalen Zeitungen, sog. Börsenpflichtblättern, über die beabsichtigte Einführung an der Börse informieren. Sinn und Zweck ist, die Öffentlichkeit ausreichend über das Wertpapier und den Emittenten zu informieren. Der Börsenprospekt muss Informationen zur bisherigen und erwarteten Entwicklung des Unternehmens, zur Produktpalette, zum letzten Jahresabschluss, u.ä. enthalten. Er muss der Zulassungsstelle, die den Informationsgehalt überprüft, vorgelegt werden. Pfandbriefanstalten können nach dem Börsengesetz von der Prospektpflicht befreit werden, da sie unter staatlicher Aufsicht stehen.
Börsenschluss
Bezeichnung für das Ende der Börsenzeit. Auch der Mindestbetrag für einen Abschluss an der Börse wird als Börsenschluss bezeichnet.
Börsensegment
Ein Börsensegment ist ein Börsenteilmarkt im Wertpapierhandel. Zu unterscheiden sind vertikale und horizontale Segmente. Vertikale Börsensegmente sind der Amtliche Handel, der Geregelte Markt, der Freiverkehr und der Neue Markt. Horizontale Marktsegmente entstehen durch die Aufgliederung vertikaler Marktsegmente in weitere Teilmärkte wie z.B. Kassa-, Termin- und Optionsmarkt.
Börsentendenzen
Einem Anleger werden fallende oder steigende Kurse durch Börsentendenzen signalisiert. Tendenzen sind am besten "fest" und "freundlich", als akzeptabel gelten "erholt" und "uneinheitlich". Die Tendenzen "leichter" und "schwach" deuten auf "sinkende" und "stärker fallende" Kurse.
Börsenumsatz
Der in der entsprechenden Währungseinheit sich zu einem bestimmten Zeitpunkt oder innerhalb eines bestimmten Zeitraums ergebende Gesamtbetrag der abgeschlossenen Geschäfte in einem Wertpapier oder am Gesamtmarkt.
Börsenumsatzstatistik
Die zahlenmäßige Erfassung aller getätigten Umsätze (sowohl von Banken als auch von Maklern) wird in der Börsenumsatzstatistik börsentäglich aufgezählt. Die Tagesumsätze werden vergleichsweise monatlich, vierteljährlich und jährlich zusammengefasst veröffentlicht.
Börsenzulassung
Es gibt festgesetzte Bedingungen für die Börsenzulassung zum amtlichen Handel an einer Börse, z.B. orientiert an der Offenlegung von Jahresabschlüssen oder der Bonität einer Person/Firma. Im sog. Börsenprospekt werden die Informationen gesammelt und von der Zulassungsstelle der Antrag zur Börsenzulassung veröffentlicht.
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