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DOW (DEC) 8281.22 | Nasdaq (DEC) 1529.33 | S&P 500 (DEC) 850.12
"Die oben genannten Werte sind derzeit nicht aktuell."
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Lexikon - D

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Dachfonds

Wird auch Funds of Funds genannt. Dies sind Investmentfonds die ihr Fondsvermögen wiederum in anderen Fonds anlegen. Auf diese Weise kann eine besonders breite Risikostreuung erzielt werden.

Damnum

Häufig wird Damnum (ital. für "Schaden") mit dem Begriff Disagio gleichgesetzt.

Daueremission

Die laufende Ausgabe neuer Wertpapiere eines Emittenten ist eine Daueremission. Hier wird nicht eine Emission von einem Gesamtbetrag platziert, sondern es werden laufend neue Beträge platziert. Dies ist zumeist bei Bundesobligationen der Fall, da der Staat häufig über neuen Kapitalbedarf verfügt, während bei Industrieunternehmen meistens Einzelinvestitionen finanziert werden müssen.

Daueremittent

Dies sind Emittenten, die wegen eines laufenden Finanzierungsbedarfs regelmäßig Wertpapiere ausgeben (z. B. Realkreditinstitute, Landesbanken, die Industriekreditbank, die Öffentliche Hand).

DAX

Abkürzung für Deutscher Aktienindex.

DAX 100

Im DAX 100 sind die 100 umsatzstärksten Aktien der deutschen Börse notiert. Die Werte sind in 10 Branchenindices unterteilt.

Day Order

Die Day Order ist ein Auftrag mit einer beschränkten Gültigkeit für den betreffenden Tag. Wird der Auftrag an diesem Tag nicht an der Börse ausgeführt, so erlischt er automatisch.

Day Trader

Day Trader bedeutet übersetzt "Tageshändler". Anleger, die ein Investment maximal bis zum Schluss eines Handelstages halten. Oftmals dauert es nur wenige Sekunden, bis eine offene Position wieder geschlossen wird.

Debenture

Englische Bezeichnung für Obligation (Schuldverschreibung).

Debitor

Debitor ist eine andere Bezeichnung für einen Schuldner. (Im Bankwesen: Kreditnehmer)

Deckungsstock

Als Deckungsstock bezeichnet man das Sondervermögen von Versicherungsunternehmen. Es ist eine Art Prämienreservefond zur Erfüllung der Verpflichtungen und Sicherung der Zahlungsfähigkeit.

Deckungsstockfähigkeit

Wertpapiere, die zur Anlage des von Versicherungsunternehmen zu bildenden Deckungsstocks zulässig sind, nennt man deckungsstockfähig.

Deflation

Deflation ist eine Preisentwicklung, bei der das allgemeine Preisniveau über einen längeren Zeithorizont kontinuierlich sinkt. Käufe werden angesichts der Erwartung zukünftig niedrigerer Preise aufgeschoben, was zu einem weiteren Preisverfall und einer Fortsetzung der Abwärtsspirale führt. Preisverfall in einzelnen Branchen, insbesondere aufgrund des technischen Fortschritts, gelten nicht als Deflation.

Delivery Month

Als Deckungsstock bezeichnet man das Sondervermögen von Versicherungsunternehmen. Es ist eine Art Prämienreservefond zur Erfüllung der Verpflichtungen und Sicherung der Zahlungsfähigkeit.

Delivery Notice

Die Ankündigung des Verkäufers eines Rohstoff-Terminkontraktes an das Clearing House, dass er die effektive Ware liefern möchte, wird als "Delivery Notice" bezeichnet.

Delta-Faktor

Faktor, der die erwartete Veränderung der Optionsprämie im Verhältnis zu einer Wertänderung des zugrundeliegenden Basiswertes der Option misst. Varriert bei (Kaufoptionen) zwischen 0 und 1, bei Verkaufoptionen zwischen -1 und 0. Optionen "am Geld" weisen i.d.R. Delta-Faktoren um 0,5 auf. Eine positive Wertentwicklung des Basisobjekts um 1 Einheit bewirkt bei Kaufoptionen einen Preisanstieg um 0,5 Einheiten, bei Verkaufsoptionen eine Preisreduzierung um 0,5 Einheiten.

Deport

Als Deport bezeichnet man die Differenz des Terminkurses zu dem Kassakurs des Underlyings. In % des Kassakurses ausgedrückt: Swapsatz. Gegensatz: Report

Deposit

Das Deposit ist ein kaum noch verwendeter Begriff aus dem lateinischen für "das Hinterlegte".

Depot

Gem. § 3 des Depotgesetzes Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren Dritter durch Kreditinstitute. Als Verwahrungsarten gibt es die Sonderverwahrung gem. § 2 DepotG (Streifbandverwahrung) und die Sammelverwahrung.

Depotauszug

Eine Aufstellung der Depotbestände wird den Depotkunden einer Bank mindestens einmal jährlich zugesandt. Ein Depotauszug enthält die wichtigsten Angaben über die Wertpapiere, die sich in einem Depot befinden.

Depotbank

Solche Banken haben die Berechtigung zur Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren für Dritte. Sie übernehmen die Ausgabe und Rücknahme von Anteilscheinen, die Ausschüttung an die Inhaber und die Verwaltung im Falle einer Auflösung.

Depotbankgebühren

Die Depotbank erhält für ihre Verwahrungs- und Kontrolltätigkeit eine Vergütung, die einen Promille-Satz des Fondsvermögens ausmacht. Die Höhe dieser Vergütung ist in den Besonderen Vertragsbedingungen des einzelnen Fonds angegeben. Mit der Gebühr wird nicht direkt der Anleger belastet, sondern das Fondsvermögen. Sie geht daher zu Lasten der Wertentwicklung des Fonds.

Depotbankvergütung

Entgelt der Depotbank für Verwahrung des Fondsvermögens und Ausübung der gesetzlich vorgeschriebenen Kontrolltätigkeit. Die Depotbankgebühr wird dem Fondsvermögen direkt entnommen.

Depotgeschäft

Ein im Kreditwesen festgelegtes Bankgeschäft ist auch das Depotgeschäft. Die Wertpapiere werden in diesem Fall der Bank nicht nur zur Aufbewahrung gelassen, sondern es erfolgt auch die Einlösung von Zins- oder Dividendenscheinen, die Ausübung des Stimmrechts, die Verwahrung von Bezugsrechten, etc.

Depotstimmrecht

(eigentlich Auftragsstimmrecht oder Vollmachtstimmrecht) Jeder Aktionär kann einen Dritten (Kreditinstitut, geschäftsmäßigen Aktionärsvertreter oder sonstigen Bevollmächtigten) bevollmächtigen, sein Stimmrecht in der Hauptversammlung auszuüben. Vielfach bevollmächtigen die Aktionäre zweckmäßigerweise ihre Depotbank zur Ausübung des Stimmrechts. Daher findet sich auch fälschlicherweise die Bezeichnung "Depotstimmrecht".

Derivate

Finanzinstrumente, die aus anderen Anlageobjekten wie z.B. Aktien abgeleitet sind. Als Beispiele wären hier Swaps, Optionen und Futures zu nennen.

Desk

Kurzwort für Orderdesk.

Deutsche Bundesbank

Bis zur Gründung der Europäischen Zentralbank EZB war die Deutsche Bundesbank eine eigenständige und politisch unabhängige Institution, deren Aufgabe die Versorgung der Wirtschaft mit Geld (durch Steuerung des Wertpapierpensionssatz, der Leitzinsen, des Diskont-, Lombard- und Mindestreservesatzes), die Sicherung der Stabilität der Währung und die Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung war. Weitere Mittel der Bundesbank waren Interventionen am Devisenmarkt. In den Bundesländern ist die Bundesbank von den Landeszentralbanken vertreten. Mit dem Start der Währungsunion am 01.01.1999 ging die geldpolitische Souveränität der Deutschen Bundesbank auf die Europäische Zentralbank (EZB) über. Nun ist die wichtigste Aufgabe der EZB die Sicherung der Stabilität des Preisniveaus in der Währungsunion.

Deutsche Börse AG

Privatwirtschaftliches Unternehmen, das 1992 gegründet wurde und als Holding an der Spitze der Gruppe Deutsche Börse steht. Ihr Sitz ist in Frankfurt a.M. Zur Deutschen Börse AG gehören : Frankfurter Wertpapierbörse (FWB), Deutsche Börse Clearing AG, Deutsche Börse Systems AG, Fördergesellschaft für Börsen und Finanzmärkte in Mittel- und Osteuropa mbH (FBF) und European Exchange (Eurex).

Deutsche Börse Clearing

Besorgt innerhalb der Gruppe Deutsche Börse AG die effiziente und sichere Abwicklung von Wertpapiergeschäften, die Wertpapierverwahrung und -verwaltung inländischer und ausländischer Wertpapiere.

Deutsche Terminbörse

Die Deutsche Terminbörse (Abk.: DTB) war eine aus 17 Gesellschafterbanken verschiedener Bereiche bestehende GmbH, die Anfang 1990 ihre Tätigkeit aufnahm. Sie war eine den internationalen Standards entsprechende Computerbörse, an welcher ausschließlich Optionen und Financal-Futures gehandelt wurden. 1998 fusionierte die Deutsche Terminbörse zusammen mit der SOFFEX zur heutigen EUREX.

Deutscher Kassenverein AG (DKV)

Der DKV mit Sitz in Frankfurt a.M. obliegt die zentrale Verwahrung von Wertpapieren bzw. Effekten in Deutschland. Sie entstand im Dezember 1989 durch Verschmelzung der Kassenvereine und Wertpapiersammelbanken in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und Hannover. Die Deutsche Kassenverein AG firmierte 1997 um in Deutsche Börse Clearing AG.

Deutscher Rentenindex (REX)

Kursindex der Deutschen Börse AG. Er bildet einen nach Laufzeit und Kupon typ gewichteten Durchschnittskurs aus synthetischen Anleihen mit konstanter Laufzeit. Bestandteil des REX sind 30 Anleihen mit Laufzeiten zwischen 1 und 10 Jahren und drei verschiedenen Zinstypen (6%, 7,5%, 9%), die unter Berücksichtigung ihres Marktanteils in den REX eingehen.

Deutsches Aktieninstitut (DAI)

Institut zur Förderung der Aktienkultur in Deutschland mit Sitz in Frankfurt am Main. Zweck des Vereins ist die Förderung der Aktie, im Interesse einer besseren Finanzierung der Unternehmen und einer breiteren Eigentumsstreuung.

Devisen

Ausdruck für auf ausländische Währungen lautende Forderungen in Form von Guthaben bei ausländischen Banken in fremder Währung oder Wertpapieren (z.B. auch Schecks und Wechsel). Ausländisches Bargeld, das als Sorten bezeichnet wird, zählt nicht zu den Devisen.

Devisen-Futures

Ein Devisen-Future ist ein Terminkontrakt, der den Inhaber berechtigt und verpflichtet einen bestimmten Währungsbetrag zu einem bestimmten Zeitpunkt, zu einem vereinbarten Kurs zu kaufen oder zu verkaufen.

Devisen-Option

Eine Devisen-Option gibt dem Inhaber das Recht, nicht aber die Pflicht (vertragliche Option von zwei Vertragspartnern) eine festgelegte Devise zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem vorher festgelegten Kurs zu kaufen oder zu verkaufen. Da aber keine physische Lieferung der Devisen erfolgt, wird bei Devisen-Optionen der Kursgewinn durch Barausgleich vom Emittenten ausgezahlt.

Devisenbörse

Hier werden Fremdwährungen gehandelt. An der Frankfurter Börse z.B. gab es bis zum 01.01.1999 eine Devisenbörse, die börsentäglich einen amtlichen Mittelkurs für die wichtigsten Devisen fixiert hat. Mit der Einführung des Euro entfällt diese Feststellung des amtlichen Mittelkurses. Neben dem börslichen Devisenhandel findet auch ein Devisenhandel unter den Banken statt.

Devisenhandel

Nach dem Kreditwesengesetz ist der Devisenhandel kein Bankgeschäft und bezeichnet den Verkauf oder Kauf von Devisen per Kasse (Kassageschäft) oder per Termin (Termingeschäft). Diese Käufe/Verkäufe werden gesammelt und von den Kreditinstituten zum jeweiligen Tageskurs ausgeführt.

Devisenkassageschäft

Der Gegensatz zum Devisentermingeschäft ist das Devisenkassageschäft. Es bedeutet, dass das Geschäft sofort abgewickelt wird und lediglich die übliche Spanne von 2 Werktagen zwischen Anschaffung der Devisen und Geschäftsabschluss besteht.

Devisenkurs

Die Angabe, zu welchem Preis eine Devise gekauft oder verkauft werden kann, nennt man Devisenkurs. Die Börsenmakler und Banken, die den Kurs stellen, profitieren von der Differenz der beiden Beträge.

Devisentermingeschäft

Als Devisentermingeschäft wird der Handel von Devisen, der zwar zu einem Geschäftsabschluss, aber zu einem späteren Zeitpunkt erst zur Anschaffung der Devisen führt, genannt. Gegensatz: Devisenkassageschäft

Devisenwapgeschäft

Strategie im Devisengeschäft, die aus der Kombination aus einem Devisenverkauf am Kassamarkt und deren Rückkauf am Terminmarkt bzw. einem Devisenkauf am Kassamarkt bei gleichzeitigem Verkauf am Terminmarkt besteht.

Diagonal-Spread

Bezeichnung für eine Optionsstrategie, die den gleichzeitigen Kauf und Verkauf von Optionen desselben Typs mit unterschiedlichen Basispreisen und Verfalldaten impliziert.

Direct Brokerage

Direct Brokerage bezeichnet die Wertpapierdienstleistung einer Direktbank. Diese Dienstleistung erfolgt ohne Anlageberatung. Für bereits erfahrene Anleger stellt dies eine kostengünstige Alternative zur "klassischen" Abwicklung über eine "herkömmliche" Bank dar.

Director's Dealings

§ 15a Veröffentlichung und Mitteilung von Geschäften (1) Personen, die bei einem Emittenten von Aktien Führungsaufgaben wahrnehmen, haben eigene Geschäfte mit Aktien des Emittenten oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten, insbesondere Derivaten, dem Emittenten und der Bundesanstalt innerhalb von fünf Werktagen mitzuteilen. Die Verpflichtung nach Satz 1 obliegt auch Personen, die mit einer solchen Person in einer engen Beziehung stehen. Die Verpflichtung nach Satz 1 gilt nur bei Emittenten solcher Aktien, die 1. an einer inländischen Börse zum Handel zugelassen sind oder 2. in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zum Handel an einem organisierten Markt zugelassen sind. Der Zulassung zum Handel an einem organisierten Markt steht es gleich, wenn der Antrag auf Zulassung gestellt oder öffentlich angekündigt ist. Die Pflicht nach Satz 1 besteht nicht, solange die Gesamtsumme der Geschäfte einer Person mit Führungsaufgaben und der mit dieser Person in einer engen Beziehung stehenden Personen insgesamt einen Betrag von 5000 Euro bis zum Ende des Kalenderjahres nicht erreicht. (2) Personen mit Führungsaufgaben im Sinne des Absatzes 1 Satz 1 sind persönlich haftende Gesellschafter oder Mitglieder eines Leitungs-, Verwaltungs- oder Aufsichtsorgans des Emittenten sowie sonstige Personen, die regelmäßig Zugang zu Insiderinformationen haben und zu wesentlichen unternehmerischen Entscheidungen ermächtigt sind. (3) Personen im Sinne des Absatzes 1 Satz 2, die mit den in Absatz 2 genannten Personen in einer engen Beziehung stehen, sind deren Ehepartner, eingetragene Lebenspartner, unterhaltsberechtigte Kinder und andere Verwandte, die mit den in Absatz 2 genannten Personen zum Zeitpunkt des Abschlusses des Meldepflichten Geschäfts seit mindestens einem Jahr im selben Haushalt leben. Juristische Personen, bei denen die vorgenannten Personen Leitungsaufgaben wahrnehmen, gelten ebenfalls als Personen im Sinne des Absatzes 1 Satz 2. Unter Satz 2 fallen auch juristische Personen, Gesellschaften und Einrichtungen, die direkt oder indirekt von einer Person im Sinne des Absatzes 2 kontrolliert werden, die zugunsten einer solchen Person gegründet wurden oder deren wirtschaftliche Interessen weitgehend denen einer solchen Person entsprechen. (4) Der Emittent hat eine Mitteilung nach Absatz 1 unverzüglich zu veröffentlichen. Er hat die Veröffentlichung der Bundesanstalt unverzüglich zu übersenden. (5) Das Bundesministerium der Finanzen kann durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf, nähere Bestimmungen erlassen über den Mindestinhalt, die Art, den Umfang und die Form der Mitteilung nach Absatz 1 sowie der Veröffentlichung nach Absatz 4. Das Bundesministerium der Finanzen kann die Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht übertragen.

Direkt-Clearing-Mitglied

Mitglied der Clearingstelle einer Terminbörse, welches dazu berechtigt ist, das Clearing der eigenen Geschäfte und der Geschäfte seiner Kunden durchzuführen.

Direktbank

Eine Direktbank ist ein filialloses Kreditinstitut. Solche Banken stellen ihren Service vornehmlich über Telefon, Fax und zunehmend über das Internet zur Verfügung. Da sie keine Filialen besitzen, sind ihre Dienstleistungen im Vergleich oft günstig.

Dirty Price

Als Dirty Price bezeichnet man den Preis, der beim Kauf einer Anleihe zu zahlen ist. Er setzt sich zusammen aus dem Anleihekurs zuzüglich der aufgelaufenen Stückzinsen.

Disagio

Unter Disagio versteht man im Allgemeinen den Unterschied zwischen dem Nennwert eines festverzinslichen Wertpapiers und seinem darunterliegenden Ausgabekurs (Ausgabe unter pari).

Discountzertifikate

Discountzertifikate ermöglichen dem Anleger eine Aktie mit einem Abschlag zum aktuellen Kurs (Discount) zu erwerben. Im Gegenzug ist die Wertentwicklung durch einen Höchstbetrag (Cap) nach oben begrenzt. Die Rückzahlung erfolgt entweder zum Höchstbetrag, wenn der Kurs der zugrunde liegenden Aktie am Laufzeitende auf dem oder oberhalb des Cap liegt, oder durch Aktienlieferung, wenn der Aktienkurs am Ende der Laufzeit unterhalb des Cap schließt.

Diskont

Ein Diskont ist Zinsabzug auf gehandelte oder eingelöste Verpflichtungen, die erst zu einem späteren Termin fällig sind. Dies geschieht beispielsweise bei Wechseln, die vor Fälligkeitsdatum bei einer Bank eingereicht werden; außerdem bei Finanzierungsschätzen des Bundes etc.

Diskontgeschäft

Gemäß Kreditwesengesetz ist ein Diskontgeschäft ein Bankgeschäft. So wird ein Ankauf noch nicht fälliger Finanz-/Handelswechseln bezeichnet. Ein Weiterverkauf an die Deutsche Bundesbank zum Rediskont ist bei guten Wechseln möglich.

Diskontierungsfaktor

Mit dieser Formel wird aus einem Endkapital der Barwert ermittelt.

Diskontkredit

Der Diskontkredit benennt den Ankauf fälliger Wechselforderungen (meist mit Restlaufzeit von 90 Tagen).

Diskontsatz

Der Diskontsatz war der Zinssatz, zu dem die Deutsche Bundesbank von den Banken Wechsel ankaufte. Ebenso wie der Lombardsatz war der Diskontsatz ein wichtiges geldpolitisches Steuerungsinstrument der Bundesbank, da er in der Regel die allgemeine Zinsentwicklung deutlich beeinflusste. Mit der Einführung der dritten Stufe der Europäischen Währungsunion am 1. Januar 1999 wurde der Diskontsatz durch den Basiszinssatz ersetzt. Dieser Zinssatz ist an den jüngsten Hauptrefinanzierungszinssatz der Europäischen Zentralbank gekoppelt ist und wird somit nicht mehr von der Deutschen Bundesbank festgesetzt.

Divergenz

Begriff aus der charttechnischen Analyse. Divergenzen entstehen durch entgegengesetzte Verläufe eines Kurses und eines Indikators. Analysten unterscheiden zwei Divergenzen, die bullische Divergenz und die bärische Divergenz.

Diversifikation

Diversifikation bedeutet im Bereich der Kapitalanlage die Streuung des Vermögens auf unterschiedliche Anlageformen bzw. -werte. Ziel ist ein Portfolio mit einer möglichst hohen Rendite bei gleichzeitig möglichst geringem Risiko.

Dividende

Der Teil des Gewinns einer Aktiengesellschaft, der an die Aktionäre in Deutschland einmal, in den USA vierteljährlich im Jahr ausgeschüttet wird. Die Höhe dieses Gewinnanteils wird im Rahmen der Hauptversammlung festgelegt. Die Dividendenhöhe ist generell abhängig von der Ertragskraft, Konjunkturlage und Dividendenpolitik des Unternehmens. Die Dividende wird entweder in Prozent des Nennwertes oder in Währungseinheiten pro Stück ausgedrückt. Die Zahlung der Dividende erfolgt gegen Einreichung des Coupons. Einige Unternehmen (v.a. aus dem Technologiesektor) zahlen grundsätzlich keine Dividende, sondern nutzen den erwirtschafteten Gewinn gänzlich, um z.B. neue Investitionen zu tätigen.

Dividendenabschlag

Als Dividendenabschlag bezeichnet man die Verringerung des Kurses einer Aktie nach Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft und nach Festsetzung der Höhe der Dividende.

Dividendengarantie

Gewährleistung einer Mindest-Dividende an bestimmte Aktionäre, unabhängig von der Ertragskraft des Unternehmens.

Dividendenrendite

Kennzahl für die Beurteilung der Rentabilität einer Aktienanlage. Sie lässt sich aus der Höhe der Dividende im Vergleich zum jeweiligen Aktienkurs bestimmen und erlaubt einen Vergleich mit der am übrigen Kapitalmarkt erzielbaren Verzinsung.

Dividendenschein

(auch Coupon ) Der Dividendenschein berechtigt zum Bezug der Jahres- Dividende, er ist Zubehör der Aktie. Jeder Aktie ist ein Bogen mit 10 - 20 Gewinnanteilscheinen beigegeben. Am Fälligkeitstag wird der Dividendenschein vom Bogen abgetrennt und gegen die Dividende eingelöst.

Dividendenstripping

Unter Dividendenstripping wird die Kombination aus dem Verkauf einer Aktie kurz vor dem Dividendentermin und Rückkauf derselben Aktie kurz nach dem Dividendentermin verstanden. Ziel des Dividendenstrippings ist es, die Differenz, die aufgrund des Dividendenabschlags zwischen Kurs vor und Kurs nach der Dividendenzahlung entsteht, als steuerfreien Kursgewinn zu vereinnahmen. Unter Berücksichtigung der Spekulationsfrist kann so eine steuerpflichtige Einnahme aus Kapitalvermögen in einen steuerfreien Spekulationsgewinn getauscht werden. Diese Vorgehensweise eignet sich vor allem für ausländische Anteilseigner sowie für Aktionäre mit einer hohen Steuerprogression.

DJIA

Dow Jones Industrial Average Index. Amerikanischer Aktienindex für sogenannte Blue-Chips.

Dollar-Anleihen

Diese festverzinslichen Wertpapiere lauten auf die US-amerikanische Währung. Sie können sowohl von der US-Regierung oder US-Institutionen als auch von ausländischen Emittenten in US-Währung herausgegeben werden.

Doppellpus

Eine Doppelplus-Ankündigung eines Wertpapiers gibt im vorbörslichen Handel oder zur Eröffnung an, dass mit einem mindestens 10%igen Kursanstieg gerechnet wird. Gegenteil: Doppelminus.

Doppelminus

Eine Doppelminus-Ankündigung eines Wertpapiers gibt im vorbörslichen Handel oder zur Eröffnung an, dass mit einem mindestens 10%igen Kursverlust gerechnet wird. Gegenteil: Doppelplus.

Dow Jones STOXX

Kooperation von Deutsche Börse, Dow Jones, SBF - Bourse de Paris und Schweizer Börse zur Etablierung einer europäischen Indexfamilie Dow Jones STOXX. Diese besteht aus je einem Benchmark-Index, einem Blue-chip Index sowie 19 Branchenindizes für Gesamteuropa (Europa) und für den Teilnehmerkreis an der Europäischen Währungsunion (EURO-Raum).

Dow-Jones-Index

Börsenbarometer, das 1896 von Charles H. Dow erfunden wurde. Der Index heißt eigentlich "Dow Jones Industrial Index" und ist der bekannteste Börsenindex der Welt. Das Medienunternehmen Dow Jones & Company berechnet den Index für die New York Stock Exchange. In dem Index sind 30 wichtige US-Unternehmen enthalten.

Down-Tick-Rule

Handelsbeschränkung, die an der New Yorker Börse automatisch ausgelöst wird, wenn der Dow Jones innerhalb kürzester Zeit um fünfzig Punkte sinkt, um nicht das zeitlich versetzte Ausführen weiterer computergesteuerter Verkaufsprogramme auszulösen, wodurch es zu einem Crash ungeahnten Ausmaßes kommen würde. Gegenteil: Up-Tick-Rule

Drei Monats Geld

Ein Termingeld oder Kredit am Geldmarkt mit fester Laufzeit von 3 Monaten (fällig ohne Kündigung bei Ablauf der Frist) wird im Allgemeinen als Drei Monats Geld bezeichnet.

Dreieck

Begriff aus der Charttechnik. Sie sind eng Verwand mit dem Wimpel, dauern aber länger. Es können drei Arten von Dreieck-Formationen unterschieden werden. Ansteigendes Dreieck: Eine obere Begrenzungslinie stellt einen Widerstand dar und verläuft horizontal. Die untere Begrenzungslinie ist eine Unterstützung und hat einen ansteigenden Verlauf. Der Kurs springt zwischen den Linien hin und her. In der Regel gewinnen die Käufe an Aggressivität, bevor sie aus der Formation nach oben ausbrechen. Absteigendes Dreieck: Sie sind wie ansteigende Dreiecke, nur erfolgt der Ausbruch durch die Unterstützungslinie und nicht durch den Widerstand. Die Unterstützungslinie ist nun horizontal und der Widerstand hat einen absteigenden Verlauf. Symmetrisches Dreieck: Sie haben die größte Ähnlichkeit mit Wimpeln, dauern aber länger. Normalerweise bricht der Kurs in Richtung des vorherrschenden Trends aus. Der Widerstand hat dabei einen absteigenden Verlauf, während die Unterstützungslinie ansteigt.

DTB

Abkürzung für Deutsche Terminbörse.

DTZ

Abkürzung für Deutsches Zertifikat. Analog zum ADR handelt es sich hierbei um von deutschen Banken ausgegebene Hinterlegungsscheine, die eine oder mehrere ausländische Aktien verbriefen.

Due Diligence

Bei internationalen Aktien und Anleiheemissionen oder Äquisitionen die Prüfung der Ertrags- oder Geschäftslage sowie die letzten Jahresabschlüsse des Emittenten des Unternehmens.

Duration

Die Duration ist eine Kennzahl zur Charakterisierung des Zinsänderungsrisikos bzw. zur Quantifizierung des Exposures einer Anleihe gegenüber Zinsänderungen. Bei der Duration wird davon ausgegangen, dass bei einer Zinsänderung eine Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve erfolgt und die Zinsänderung einmalig und direkt nach dem Kauf einer Anleihe bzw. dem Betrachtungszeitpunkt stattfindet. Man unterscheidet die Macauley-Duration (durchschnittliche Bindungsdauer des eingesetzten Kapitals in Jahren, die Maßeinheit ist hier die Zeit), die Modified Duration (wichtigstes Maß zur näherungsweisen Beschreibung von Preisrisiken festverzinslicher Wertpapiere), die Effektive Duration (unrealistische Annahme eines einzigen Zinssatzes für alle Laufzeiten) sowie die Key-Rate-Duration (unrealistische Annahme einer Parallelverschiebung der Zinskurve).

DVFA-Ergebnis

Gewinnermittlungsmethode der "Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung e.V.", ein Zusammenschluss von Bank- und Wirtschaftsfachleuten. Die DVFA hat sich um die Aktienanalyse verdient gemacht und eine Formel entwickelt, die einen, allein aus dem Geschäftszweck erzielten, um Sondereinflüsse korrigierten Jahresgewinn einer Unternehmung wiedergibt; meist bezeichnet als "Ergebnis je Aktie nach DVFA." Daraus errechnet sich dann das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Alle großen Aktiengesellschaften veröffentlichen heute ihr nach diesem Schema ermitteltes DVFA-Ergebnis. Es ermöglicht Unternehmens- und Branchenvergleiche.

Dynamische Absicherung

Bei einer dynamischen Absicherung werden Stops, d.h. Kauf- oder Verkaufslimits, dynamisch an den aktuellen Kurs angepasst. Dies kann bedeuten, dass man ein Verkaufsstop (Limit) bei 5% unter dem aktuellen Kurs wählt.

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